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Es war ein Fest des Pilgerns!

Fast 500 Besucherinnen und Besucher, 17 Aussteller, 4 Referenten und das kleine Oragnisationsteam der Hessischen St. Jakobusgesellschaft haben am 23. und 24. Februar mit der 2. Frankfurter Pilgerbörse „Vamonos“ ein großes Fest des Pilgerns gefeiert. Den Auftakt bildete am Freitagabend das Ensemble „Estampie“ mit einem grandiosen Konzert alter Pilgermusik in der stimmungsvoll illuminierten Kirche Mutter vom Guten Rat mit mehr als 200 Gästen.

Estampie spielte auf traditionellen Instrumenten, u.a. das „Congaudeant Catholici“ aus dem Codex Calixtinus sowie etliche Lieder aus den Cantigas de Santa Maria und dem Livre Vermell. Zu den Höhepunkten der Programms am Samstag zählten die Referate zum Thema „Pilgern als Therapie und Selbsthilfe“, die Vorträge von Fra Bernardino über sein Leben als Einsiedler auf der Ronita di Cesi am Cammino di Francesco in den umbrischen Bergen und die Ausstellung von eindrucksvollen Fahnenentwürfen für die Jakobusgesellschaft von Studierenden der TU Darmstadt. Einen stimmungsvollen Ausklang fand die „Vamonos“ am Nachmittag mit einer Pilgervesper und dem Pilgersegen von Pfarrer Werner Portugall, dem Spiritus Rector der Veranstaltung.

Der Besuch von Fra Bernardino

Für Delegato, insbesondere für Jörg Mattutat, stand der Besuch von Fra Bernardino in Seeheim und Frankfurt im Zentrum des Vamonos-Wochenendes. Am Freitagabend, während des gemeinsamen Konzertbesuches, lernte Bernardino die Freunde der Hessischen St. Jakobusgesellschaft ebenso kennen, wie die Weinbergkapelle, Ort für seine Vorträge am nächsten Tag.

Zur Einführung zeigte Jörg Mattutat ein mit Musik unterlegtes, 4-minütiges Video über die Geschichte der Romita di Cesi. Das Video kann hier betrachtet werden: https://youtu.be/jcwKXiI0TYg.  

Dann lauschten die Gäste gebannt den Geschichten des 78-jährigen Einsiedlermönchs, der aus seinem reichen Leben berichtete. Seine Faszination für sein Lebensprojekt, den Wiederaufbau der Klosterruine Romita di Cesi, übertrug aich auf die Zuhörer*innen. Bernardino begann seinen Vortrag mit dem Satz: "Ein Leben kann man nicht erklären, aber man kann daraus erzählen."

Einige Freunde der ersten Stunde, die Bernardinos Projekt - trotz vieler Widerstände – von Beginn an unterstützt haben, waren von weit her nach Frankfurt gekommen, um ihn wiederzusehen und um ihn zu hören. Auch etliche Pilger, die ihn und die Romita auf ihrem Cammino di Francesco kennengelernt hatten, lauschten seinen Worten.

Jörg erklärt Bernardino die Frankfurter Pilgerwelt.

Fra Bernardino, von innen leuchtend und voller Vitalität.